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Bedienungsanleitung Homo sapiens 


Es war der wärmste Februar seit Aufzeichnung des Wetters. Ich glaube, ich war noch nie zuvor im Februar leichtbekleidet auf dem Rennrad unterwegs - dieses Jahr schon. Ist das nicht wahrlich schön, die Kraft der Sonne schon so früh im Jahr zu spüren? Ich habe es genossen, mich bei meinen Lauf- und Radeinheiten von der Sonne begleiten zu lassen. Dabei schaute ich immer wieder in den blauen Himmel und ließ den Blick in die Ferne schweifen.

Beim Laufen beobachtete ich die Stockenten im See, wie sie in Reih und Glied am Rande des schmelzenden Eises standen und ihren Artgenossen im Wasser beim Schwimmen zuschauten. Fast wie in einer Arena. Bei meiner ersten langen Radtour im Jahr pausierte ich am Wasser und genoss die Ruhe, 

Vor einigen Jahren, als ich erneut mit dem Wettkampflaufen begann, las ich das Buch „Born to Run“ von Christopher Mc Dougles. Seitdem denke ich anders über den Laufsport bzw. über das Laufen als Lebensgefühl.

Ich erinnere mich noch, als ich mit 14 Jahren aus meinem Inneren heraus mit dem Laufen anfing. Ich hatte damals einfach Lust zu Laufen. Zu dieser Zeit lernte ich Jan kennen, der in mein Dorf gezogen war und in der selben Schule in meine Parallelklasse ging. Er lief jeweils an den Nachmittagen, um für kommende Wettkämpfe zu trainieren. Auch Michael lief schon von klein auf mit seinem Opa durch die heimischen Wälder. Als ich noch ein Kind war, begleiteten mein Bruder und ich unsere Eltern bei ihren Dauerläufen auf unseren Fahrrädern.

Ende der Saison 2015 erreichte ich mit der Mitteldistanz in Köln mein erstes großes Triathlon-Ziel. Weitere derartige Ziele für danach hatte ich damals nicht definiert. Heute, nach etwa zwei Jahren gedämpfter Triathlon-Stimmung, fühle ich mich endlich wieder in diesem Sport angekommen.

Ich hatte lange und oft mit mir gerungen ausschließlich Läufer zu werden und den Triathlon nicht mehr leistungsorientiert weiter zu betreiben. In dieser Zeit änderte sich meine Motivation zu diesem Sport. Damals versprach ich mir Anerkennung von außen, für meine herausragenden Leistungen. Irgendwann im Laufe der Zeit machte es mich unzufrieden und ich bemerkte, wenn ich weiterhin von außen abhängig war, hatte ich selber keinen Einfluss mehr auf mein Zufriedenheitsgefühl. 

Herzlich willkommen zurück zum dritten Teil des Artikels Menschennahrung!

Letzte Woche stellten wir uns in Menschennahrung #2 vor, wie wohl ein Supermarkt aussieht, wenn wir uns die verarbeitete Nahrung wegdenken würden. Wir sprachen auch über Getreide und vor allem über Auszugsmehle und wie sie unserem Körper schaden. In diesem Artikel möchte ich dir weitere Gedanken über unser Jäger-und-Sammler-Dasein in der heutigen Welt mitteilen.

Wir befinden uns wieder in deinem Supermarkt in der Backwarenabteilung:

 

Herzlich willkommen zurück zum zweiten Teil des Artikels Menschennahrung!

Vergangene Woche stellten wir uns in Menschennahrung #1 die Frage, wie wir uns der Ernährungsweise von Jägern und Sammlern annähern, um ein gesundes Leben zu führen und die Leistungsfähigkeit unseres Körpers zu erhalten.

Als unser Vorfahre Australopithecus lernte das Feuer zu beherrschen und Nahrung zu garen, konnte der Körper sie leichter aufnehmen und verdauen. Es muss wohl der wichtigste Schritt gewesen sein, um Mensch zu werden. Von da an brauchte Australopithecus nicht mehr, wie seine nahen Verwandten die Schimpansen, stundenlang auf Pflanzenfasern herumkauen.

Du suchst eine gesunde Alternative zu Brot aus Weizenauszugsmehl?

Dann probiere das Jäger-und-Sammler Brot aus!

Hier habe ich ein Rezept für ein leckeres Brot, welches ich mir anstatt "normales" Brot zubereite. Der Vorteil von Jäger-und-Sammler Brot ist nicht nur, dass es glutenfrei ist, sondern auch, dass es zu Gunsten von gesunden Fetten und Proteinen nur wenig Kohlenhydrate enthält.

Ich esse es besonders gern im Winter, wenn es draußen kalt ist. 

Schlank mit Melonen, Die Kotelett-Diät, Slimfast, low fat, ketogene Ernährung, Rohkost…

Es scheint, dass es viele unterschiedliche Meinungen gibt, was wohl die beste Nahrung für uns Menschen sei.

Diese und viele andere Diät- und Ernährungsformen entwickelten sich in der Neuzeit zu Hunderten. Die einen sind ein guter oder weniger guter Wegweiser, die anderen überfluten den Markt in Begleitung mit diätischen Produkten und Versprechen. Die Diät-Angebote werden oft auf dreiste Weise beworben und nutzen die Unwissenheit der Abnehmer aus. Denn sie versprechen, dass die Kilo’s purzeln werden. Von wiederkommen und Gesundheit ist nicht die Rede. Auch nichtdiätische Produkte entfernen sich mit immer längeren Zutatenlisten und kosmischen Bezeichnungen von Ingredienzen weiter und weiter von einer ursprünglichen Nahrungsform.

Gott hat die Welt in sieben Tagen geschaffen, ich schaffe sie in wenigen Momenten…, in meinem Kopf. Ich reise nach Afrika, um Flüchtlingen vor Ort helfen zu können. Dabei mache ich noch einen Zwischenhalt in Kenia, nehme in Iten an einem Lauftrainingslager teil, währenddessen ich spanisch lerne und in meinem Unternehmen ein Risikomanagementsystem einführe. Über Skype geht alles! Und wenn ich schon mal unterwegs bin, nehme ich mein Rad mit. Vielleicht gibt es da irgendwo eine Triathlonveranstaltung. Meine ganzen Bücher über Haltungsdiagnostik, Anthropologie und Ernährung packe ich auch gleich mit ein; kann ich im Flieger gebrauchen. Damit mein Fieber für Geschichtsromane gestillt wird, lade ich noch die Reihe „Robin“ von Rebeca Gablé auf mein Smartphone. Ach, und ein Kind könnte ich irgendwann dazwischen auch noch zeugen.

Am Samstag vor ein paar Wochen war es wieder so weit. Lange hatte ich mich in meinem Büro versteckt, um für mein Studium in Sportwissenschaften zu lernen. Hin und wieder war ich draußen, um etwas zu laufen. Nach zwei Wochen Klausurphase fuhr ich in die Heimat, um endlich wieder bei meiner Familie zu sein und um einige andere Dinge zu erledigen. An diesem Wochenende stand ein Triathlon in Waldeck am Edersee an. Es war nicht irgendein Triathlon für mich, sondern es war der Triathlon des Jahres, der zwei Orte weiter meines derzeitigen Wohnortes stattfand. Schon als Kind war ich häufig am Edersee. Unser Vater nahm meinen Bruder und mich häufig zum Angeln mit dorthin. Es sind die schönsten Erinnerungen an meine Kindheit. Dabei entstanden meist großartige Abenteuer mit einer starken Verbundenheit zur Natur.

An diesem Tag war ich bereit, meine Kindheitsträume und alles Weitere in meinem Leben für die wenigen Momente des Wettkampfes zu vergessen. Zu der Zeit machte ich mir um viele Dinge Gedanken. Die Nächte zuvor hatte unsere Tochter Fieber, viele Themen im Studium rieben mich auf, an der Arbeit wollte ich ein hartnäckiges Projekt - welches seit Jahren offen stand und sich schon einige die Zähne daran ausgebissen hatten - abschließen, meine Website war fast fertig und sollte endlich mit Content gefüllt werden und einige weitere wichtige Themen.

 

Auf meiner Suche nach einer natürlich gesunden Ernährung und menschlichen Verhaltensweisen stoße ich immer wieder auf unsere mehrere Millionen Jahre alte Entstehungsgeschichte. Durch unsere Vorfahren und das, was sie in der Natur vorfanden, erkläre ich mir, wie sie sich wahrscheinlich verhalten haben und was sie gegessen haben müssen. Der heutige moderne Mensch ist nach wie vor Jäger und Sammler. Ackerbau und Viehzucht begannen erst vor „wenigen“ tausenden Jahren und haben entwicklungsgeschichtlich bis heute gesehen einen verschwindend geringen Einfluss auf unsere Entwicklung nehmen können. Unsere Vorfahren der Gattung Australopithecus, haben vor etwa zwei bis vier Millionen Jahren in Ostafrika gelebt. Die gesamte Entstehungsgeschichte der Menschenaffen (lat. Hominiden) vollzog sich in einem etwa 15 Millionen Jahre langen Entwicklungsprozess.

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